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FIV

Die FIV-Infektion führt innerhalb von wenigen Wochen zur Serokonversion. Zunächst werden Antikörper gegen das Transmembran-Protein TM und etwas später gegen das Innenkörper-Protein (p24 und p17) gebildet. Nach wenigen Wochen bis Monaten lassen sich sehr hohe Antikörperkonzentrationen nachweisen.

Prinzip
  1. Im konventionellen ELISA wird zum Nachweis von FIV-Antikörpern das Transmembranprotein TM 606 verwendet.
  2. Beim Snap-Test (mit FeLV kombinierter Schnelltest) werden die FIV-Antigene gag und env (gp40) eingesetzt.
  3. Zur Bestätigung unklarer Resultate eignet sich das Western-Blot-Verfahren. Dieses erlaubt den Nachweis von Antikörpern mit Spezifität gegen die Innenkörperproteine p17 und p24 sowie deren hochmolekulare Vorläuferproteine. Ein positiver Western–Blot-Test gilt als Goldstandard für den Nachweis von FIV-spezifischen Antikörpern.

Interpretation der Resultate des konventionellen ELISA:


Positiv: > 50% 

Die Katze hat Antikörper synthetisiert und ist damit mit grosser Wahrscheinlichkeit infiziert. Bei Unsicherheit kann die Probe mittels Western-Blot bestätigt werden.

Möglicherweise positiv: 10-50% 

Die Katze könnte Antikörper gegen FIV aufweisen; Test sollte mittels Western-Blot bestätigt werden, um mit höherer Sicherheit eine FIV Infektion nachzuweisen.

Negativ: <10%

Katze ist mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mit FIV infiziert.


Zur Beurteilung positiver Western-Blot Resultate bei jungen Katzenwelpen:

  1. Die junge Katze ist nicht mit FIV infiziert, hat aber über das Kolostrum maternale Antikörper aufgenommen. In diesem Fall ist eine PCR aus dem Blut oder ein Wiederholen des Western-Blots empfehlenswert.
  2. Die junge Katze hat sich mit FIV infiziert, maternale Antikörper sind nicht mehr vorhanden.