Listeriose

Biologie des Erregers und Pathogenese der Infektion:

  • Listeria monocytogenes, gram-positives Bakterium.

  • Recht robust gegenüber Gefrieren, Austrocknung und Erwärmen.

  • Kommt bei diversen Säugetierspezies vor, bei uns v.a. Bedeutung bei Wiederkäuern.

  • Vorkommen ubiquitär im Erdboden, in Oberflächengewässern, Pflanzen und Tieren.

  • Natürliches Reservoir Wildtiere (Nager bis Rotwild), Hauptwirte erkranken meist nicht.

  • 90 % der Infektionen beim Rind durch kontaminierte Silage verursacht. Infektion von Menschen durch kontaminierte Rohmilchprodukte, Fleisch, rohe Gemüse und Früchte.

  • Klinisches Bild Wiederkäuer: Enzephalitis, Sepsis, Aborte. Beim Menschen grippeähnliche Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Rückenschmerzen, ev. Bauchschmerzen und Durchfall, als Komplikationen Meningitis oder Meningoenzephalitis, Septikämie, Aborte und Totgeburten, Infektion kann tödlich enden.
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    Nachweis:

  • Für die Klinik wichtige Biovare 1 und 4 im Gen, das für das Invasionsprotein 3 kodiert.
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    Probenmaterial:

  • Gewebe: bei Aborten zwei Gewebeproben der Nachgeburt (Rosetten) per Express einsenden.

  • Vollblut: 2 ml EDTA-Blut.
  • Liquor: 0.5 ml ohne Zusatz, bei Verdacht auf ZNS-Form der Listeriose (sehr selten positiv).
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    Interpretation:

    Positiv

  • Nachweis von Listeria-DNA im Liquor bestätigt die Verdachtsdiagnose.
  • Nachweis von Listeria-DNA in Blut und Gewebeproben unterstützt die Verdachtsdiagnose.
  • Negativ

  • Ein negatives Resultat schliesst die Beteiligung von Listerien am Krankheitsgeschehen nicht aus.