Bartonellose

Biologie des Erregers und Pathogenese der Infektion:

  • Bartonella henselae, gram negatives Stäbchen.
  • Weltweite Verbreitung, regionale Unterschiede. Hauskatze ist Reservoir, Prävalenz von Antikörpern in der Schweiz rund 10%.
  • Klinische Bedeutung bei Katzen weitgehend unklar, Bakteriämie bis 21 Monate ohne spezifische klinische Symptome möglich.
  • Übertragung via Flöhe (ev. Zecken) von Katze zu Katze, z.B. durch Flohbisse und -kot, der bei der Fellpflege aufgenommen wird.
  • Erreger gelangt via Lymphweg in Lymphknoten. 
  • Übertragung von Katzen auf Menschen durch Bisse, Kratzverletzungen und gelegentlich auch lockeren Kontakt. 
  • Führt beim Menschen hauptsächlich zur Katzen-Kratz-Krankheit (Cat Scratch DiseaseLymphadenopathie, z. T. mit Abszessbildung, Fieber, gestörtes Allgemeinbefinden), aber auch zu bazillärer Angiomatosebazillärer PeliosishepatisEndokarditis und anderen Symptomen.

Nachweis:

  • Amplifikation des 16S-rRNA-Gens.
  • Klare Differenzierung zwischen B. henselae und B. quintana (kommt in der Schweiz nicht vor).

Probenmaterial:

  • Vollblut: 2 ml EDTA-Blut.

Interpretation:


Positiv

  • Bartonella nachgewiesen, Katze kommt als Überträger in Frage.

Negativ

  • Katze ist nicht infiziert.
  • Der Erreger ist nicht im Blut vorhanden (Kompartimentalisierung).